Dirty Deeds ´79 live in Overath

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Vor rund 20 Jahren verschlug es mich von Köln in das kleine Städtchen Overath und so erfreute es mich sehr, das hier nun mal etwas in Sachen guter Musik angeboten wird.

Obwohl im Cyriax Overath ja des öfteren kulturelle Veranstaltungen stattfinden, habe ich es bislang nie geschafft mir dort ein Programm anzusehen. Von daher war die Location für mich absolutes Neuland.

Umso überraschter war ich deshalb auch, wie klein die Aula ist.  Aber wie heißt ja so schön: „Die Größe spielt keine Rolle“. Und in der Tat, war die gesamte Organisation und die Stimmung dort wirklich sehr gut. Angefangen vom Einlass bis hin zum Getränkestand machte das alles einen tollen Eindruck, den man auf großen Events oft vermisst.

Faire Getränkepreise und nette Mädels am Ausschank – „Wurstverkäufer“ mit Sinn für Humor – So soll es sein. Wer öfters mal auf Konzerten ist, weiß warum ich das hier erwähne.

Angerollt sind wir im Quartett im Alter von Anfang 30 bis Mitte 50 und es ist kein Geheimnis, das wir natürlich alle nur wegen der Deeds gekommen sind.

Gegen 19 Uhr erreichten wir die Aula und kurz später spielte schon die nächste Band, Bambix.

Eine niederländische Band, die zwar  nicht meinen Geschmack getroffen hat aber durchaus nicht schlecht ist. Viel Power und Energy zeichnete die gut 1-stündige Show aus. Einige jüngere Besucher gingen bei der Band gut ab und deshalb „so what“. Ob aber nun holländiche Fürze besser riechen als deutsche, lasse ich mal offen, liebe Wick 😉 .

Nach Bambix kamen dann Black Sheriff auf die Bühne. Sehr geile Musik – sehr gute Show!

Sänger Glen Ravioli wirkte allerdings etwas angepisst weil wohl zu Beginn seiner Show nicht so viel vor der Stage los war. Ich fand das gemotze persönlich etwas ´zu Viel des Guten´, kann aber nicht sagen ob das bei den Sheriffs so üblich ist. Alles in allem, war es aber ein geiler Gig der uns sehr gut gefallen hat. Würde ich mir jederzeit wieder geben wollen! Erwähnenswert Glen´s „AC/DC-Einlage“ auf einem Tisch und der „dedicated to Kiss´The Elder“-Song [sorry hab den Namen vergessen].

Also, aufjedenfall ein erstes Highlight an diesem Abend.

 

War es kurz vor 22 uhr ? Ich weiß es nicht mehr. – Soundcheck der Dirty Deeds ´79 aus Bonn.  Die Spannung steigt und jetzt merkte man auch bei den älteren Besuchern eine gewisse Geilheit aufsteigen. Da war es wieder…dieses Herzrasen – diese wohlige Gänsehaut – dieses „so soll es sein- alles wird gut“-Gefühl das man sonst nur bei AC/DC-Konzerten hat.

Ja gut, die Deeds sind „nur“ eine Coverband…aber eine verdammt gute und sicherlich tut die momentane Abstinenz der echten AC/DC ihr übriges dazu…aber was soll´s?

Und wenn man das mal ausblendet könnte man auch denken, man wäre in einem kleinen verqualmten Club und auf der Bühne würden Bon & Angus den Leuten einheizen. Eine absolut geile Vorstellung.

Nun gut, die Deeds betreten die Bühne und legen los. Die Stimmung ist geil – the music was good  and the music was loud. Man sieht Leute Headbangen bei denen man sich vorher gefragt hat „was wollen die hier“ – „sind das Lehrer der Schule“ . Es geht von der ersten Minute an richtig gut ab und die meisten Leute sind erfreulicherweise auch textsicher.  Auch mich hat die Band von der ersten Minute mitgenommen und mir hat es einen Riesenspaß gemacht, Songs zu hören die AC/DC teilweise selber nicht mehr live spielen.  Ich bin normalerweise ein sehr kritischer Zuschauer und lasse mich nicht schnell mitreissen – aber die Spielfreude der Band und die Songauswahl haben mich überzeugt. Klasse!

 

Gibt es auch Kritik? – Ja, wenn man es unbedingt will könnte man auch Kritik anbringen. So war mir die Gitarre von Volker „Vangus“ Voigt etwas zu leise. Gerne hätte ich da mehr auf die Ohren bekommen. Zudem fand ich bei 1-2 Songs aus der Brian-Ära, das die fantastische Stimme von Alex „Big Bon(n)“ Kaiser da nicht so richtig passt, da er sich ganz klar nach Bon Scott anhört. Geschmackssache – sicherlich.

Meine persönlichen Highlights waren ganz klar meine Lieblingssongs „High Voltage“ und „It´s a long way to the Top…..“ mit der Dirty Pussy am Dudelsack. Da kommt Gänsehaut hoch – und teilweise auch etwas feuchte Augen vor Rührung beim Gedanken an Bon Scott.

Nach meiner Erkrankung im März war dies nun mein erstes Konzert und demzufolge war meine Stimme danach vollkommen am Arsch. Trotzdem hätte es ruhig noch
1-2 Stunden weitergehen können.

Alles in allem war das ORC 2013 ein geiler Abend der sich voll und ganz gelohnt hat und hoffentlich in 2014 eine Fortsetzung findet.

UPDATE:

Der Fotograf Kai Böhm war so freundlich, uns einige tolle Fotos zu Verfügung zustellen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür 🙂 .

 

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